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Warum Konsum-Schulden gefährlich und Investment-Verbindlichkeiten auch nicht risikolos sind!

Konsumschulden und Investmentverbindlichkeiten bergen Risiken

Konsumschulden und Investmentverbindlichkeiten bergen Risiken

Konsumschulden

sind Schulden, wie der Name schon sagt, für Konsumgüter. Zum Beispiel für Möbel, Autos, Flachbildschirm oder auch Urlaube.

Der  große Haken bei diesen Schulden ist:
Es ist kein oder nur ein geringer Vermögensgegenwert vorhanden.

Gegenstände wie Möbel, Flachbildschirm und auch das Auto sind einem sofortigen hohen Wertverlust ausgesetzt. Bis hin zur schnellen völligen Wertlosigkeit.

Das heißt im Klartext auch, dass diese Kredite für Kreditgeber/Banken völlig ungesicherte Kredite sind.

Logisch, dass diese sich das Risiko gut bezahlen zahlen lassen und immens hohe Zinsen für einen Kredit verlangen.

Ein Konsumkredit ist deshalb so richtig teuer.

Zudem ist die Gefahr in eine veritable Schulden-Falle zu tappen enorm hoch.
Auch ein Auto sollte nur in Ausnahmefällen über Kredit finanziert werden.

Ein Auto sollte nicht mehr als das Dreifache des Monatseinkommens kosten.
Ansonsten lieber gebraucht kaufen. Ein Auto ist nach dem Kaufabschluss gleich mindestens 30 % weniger wert.
Ein Beispiel: Sie nehmen einen Raten-Kredit für den Kauf eines Autos auf, und planen diesen in drei Jahren zurückzuzahlen.
Was aber ist, wenn schon während dieser Zeit eine größere Reparatur am Auto anfällt und dafür keine Rücklagen vorhanden sind?
Stocken Sie dann den Kredit auf?
Wenn die Bank das überhaupt mitmacht…

Darum:
Ziehen Sie die Reißleine, bevor Sie ein Schuldenberg erdrückt!

Ein paar Tipps für Menschen, die schon in einer Endlos-Kreditschleife hängen:

  • Überziehungen auf einem Girokonto sind in der Regel noch teurer als Ratenkredite.
  • Eventuell ist es besser, die Überziehung in einen
    Ratenkredit umzuwandeln.
  • Laufen mehrere Kredite bei verschiedenen Banken, fassen Sie diese zusammen.
  • Suchen Sie nach der für Sie günstigsten Kreditfinanzierung und handeln Sie für den Gesamtkredit eine möglichst niedrige Rate aus.
  • Verwenden Sie die Differenz der ausgehandelten niedrigen Kredit-Rate nicht zum Ausgeben.
  • Sparen Sie diesen Betrag konsequent auf einem extra Konto, um Reserven aufzubauen!

Wegen der hohen Sollzinsen wird oft empfohlen, Kredite so schnell wie möglich zu tilgen.
Das ist aber nur dann die beste und preiswerteste Lösung, wenn eine Geldreserve liquide vorhanden ist.
Wenn bei jeder außerplanmäßigen Ausgabe ein Kredit aufgenommen werden muss, weil einfach keine Rücklagen da sind, wird es noch teurer!

Und nicht nur das.
Wer will schon ewig abhängig von Banken oder anderen Kreditgebern sein?

Das Dumme am Schulden zurückzahlen ist auch, dass die monatliche Belastung der Kreditrate zum „Sparen“ fehlt.

Meine Empfehlung:
Sobald der Kredit vollständig abbezahlt ist, den quasi “frei werdenden“ Betrag nicht zum Ausgeben verwenden.

Diese Summe sofort monatlich auf ein Rücklagenkonto überweisen!

Wer in eine Schuldenfalle geraten ist, sollte sich nicht scheuen professionellen Rat zu holen.

Investmentverbindlichkeiten

Warum sind auch Investmentverbindlichkeiten nicht ohne Risiko?

Die Aufnahme eines Investmentkredites erfolgt zumeist mit folgender Absicht:
• einen werterhaltenden oder aber auch wertsteigernden Vermögenswert zu erwerben.
• Und/oder zusätzlich regelmäßige Erträge aus dem Investment zu erwirtschaften.

Die Bank/Kreditgeber stuft diese Art Schulden vom Kreditgeber als besicherte Kredite ein.

Deswegen sind hier die Zinsen deutlich niedriger, als dies bei einem ungesicherten Konsumkredit der Fall ist.

Investmentschulden können Kreditaufnahmen zum Beispiel für Unternehmensbeteiligungen sein, oder das klassische Beispiel Immobilienkredite für den Kauf einer Immobilie zum Zwecke der Vermietung.

Nehmen wir das Beispiel mit der Immobilie, die vermietet werden soll.

 ➡ Der Investor hat zum einen das Ziel, die Immobilie als Vermögenswert zu erwerben. Der Blick auf weiter steigende Immobilienpreise spielt hier ebenfalls eine Rolle.

 ➡  Zum anderen wirft dieses Investment regelmäßige Einkünfte in Form von Mieteinnahmen ab.

Zumeist wird der Kauf dieses Investments, über Kredit finanziert. Der Kredit wird dann quasi „vom Mieter“ durch dessen monatlichen Mietzahlungen getilgt.

 

Das finanzielle Wagnis dabei ist:
Wer sich in hohem Maße verschuldet, ist sehr stark von wirtschaftlichen Entwicklungen abhängig.

Faktoren wie Europapolitik, Finanzkrise, Staatsschuldenkrise, weltweite politische Krisenherde, Auswirkungen der Flüchtlingspolitik, soziale Ungleichheiten und dadurch aufkommende Unruhen, können ein solches Investment negativ beeinträchtigen.

  • Was ist, wenn durch Rezession Immobilien im Wert fallen und die finanzierende Bank die Immobilie niedriger bewertet und zusätzliche Sicherheiten verlangt?
  • Was ist, wenn die Immobilie verkauft werden soll oder muss, weil sich Lebensumstände geändert haben, und der Investmentkredit mit dem Erlös aus der Immobilie nicht zurückgeführt werden kann?
  • Unter Umständen sind die Zinsen nach Ablauf der Zinsbindung deutlich höher.
  • Mietzahlungen können ausbleiben, weil der Mieter nicht mehr zahlt, oder zahlen kann, weil er vielleicht arbeitslos geworden.
  • Anfallende außerplanmäßige wichtige Reparaturen können das Budget ebenfalls belasten.

In Finanz- und Wirtschaftskrisen geraten Einkommens- und Vermögensverhältnisse unter Druck.
Wenn Sie derartige Investments durch Kredite finanzieren,  halten Sie genügend Liquiditäts-Reserven vor.
Sei es in einem Aktiendepot oder auf einem Geldmarktkonto, damit der Kredit jederzeit bedient oder zurückgezahlt werden kann.

Finanzieren Sie nie Aktienkäufe und alternative Investments über Kredit.

Fazit:

Konsumschulden komplett meiden.

Das bringt eine Abhängigkeit aus der nur schwer wieder zu entkommen ist!
Wer immer mit Konsum-Krediten lebt, wird nie finanziell frei werden und
ein getriebener und unfreier Mensch bleiben.

Investmentverbindlichkeiten nur unter der Prämisse, dass anderweitig liquidierbares Kapital zur Verfügung steht.

In Zeiten von wirtschaftlichem Aufschwung funktioniert der Vermögensaufbau über Schulden.
So konnten sich Generationen nach dem Zweiten Weltkrieg hohe Immobilien-Vermögen aufbauen.

In Zeiten von Finanz-Repression –wie aktuell- ist Vorsicht geboten.
Erst sollte eine „Sparphase“ kommen (das habe ich in meinem 1. Podcast Freiheit trifft Sparen beschrieben), als nächstes ist natürlich der Weg, in „Vermögenswerte“ zu investieren goldrichtig.

Ich hoffe, dieser Blog-Beitrag war hilfreich für Sie.
Freue mich über Ihre Fragen und Kommentare,
die ich sehr gerne beantworte.

Herzliche Grüße
Ihre Waltraud Seidel

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